Texte - Positionspapiere - Konzeptionelles

Beiträge in dieser Kategorie beschäftigen sich aus einer praktischen Perspektive heraus mit Ansätzen interkultureller Arbeit bzw. mit Konsequenzen für soziale und kulturelle Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft.

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Weg mit der rosa Multikultibrille! Plädoyer für einen kulturalismuskritischen Ansatz in der interkulturellen Bildungsarbeit

Kategorie:
Konzeptionelles

Schlagwörter:
Einwanderungsgesellschaft, Ethnisierung, Jugend, Partizipation, Pädagogik,

AutorIn:
Veronika Kabis, Leiterin des Zuwanderungs- und IntegrationsbĂĽros SaarbrĂĽcken

Zusammenfassung:
Veronika Kabis zeigt in diesem Beitrag die – ungewollten – negativen Folgen einer auf falschen Grundannahmen basierenden Pädagogik sehr anschaulich und konkret auf. Anhand konkreter Beispiele (interkulturelle Projekte in Kindergärten; eine Plakatkampagne für Integration; Jugendwettbewerb "Auf den Spurend der Kulturen") analysiert sie die dahinter stehenden – meist unreflektierten – Einstellungen und deren Konsequenzen. Trotz bester Absichten sieht sie in gängigen interkulturellen Ansätzen einen problematischen Umgang mit Unterschieden, der Fremdheit konstruiert und betont und MigrantInnen auf ihre ethnisch-kulturelle Herkunft reduziert. Dadurch werden MigratInnen zu Objekten pädagogischen Handelns und Stereotype werden ungewollt reproduziert statt überwunden. Die gesellschaftliche Wirkung solcher kulturalisierenden Ansätze ist Aufrechterhaltung struktureller Ungleichheit und Machtasymmetrie.
Kulturalismuskritische Pädagogik muss sich dagegen ernsthaft mit den Bedingungen der Einwanderungsgesellschaft auseinander setzen und die Identität von MigrantInnen jenseits ethnischer Zuschreibungen analysieren. Sie ist unbequem und muss mit Widerstand rechnen. Denn sie bekommt reflexiven Charakter, sie stellt permanent in Frage, löst Reflexions- und Diskussionsprozesse bei allen Beteiligten aus.
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Orginallink:
http://www.ida-nrw.de/projekte-interkulturell-nrw/such_ja/12down_1/pdf/kabis.pdf

Erscheinungszusammenhang:
Ăśberblick, Zeitschrift der IDA-NRW, 8. Jg., Nr. 4, Dezember 2002. Mit freundlicher Genehmigung der Autorin

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