Texte - Positionspapiere - Konzeptionelles

Beiträge in dieser Kategorie beschäftigen sich aus einer praktischen Perspektive heraus mit Ansätzen interkultureller Arbeit bzw. mit Konsequenzen für soziale und kulturelle Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft.

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Kulturarbeit in der Einwanderungsgesellschaft

Kategorie:
Konzeptionelles

Schlagwörter:
Einwanderungsgesellschaft, Kultur, Rassismus, Integration, Multikultur,

AutorIn:
Mark Terkessidis, Psychologe und freier Journalist

Zusammenfassung:
Seit Beginn der rot-grünen Regierung 1998 versteht sich Deutschland formell als Einwanderungsgesellschaft. Die kulturelle Artikulation von MigrantInnen wird damit zu einem integralen Bestandteil der gesamten kulturellen Praxis. Allerdings ist die offizielle Kulturpolitik weiterhin an einer so genannten „deutschen Kultur“ ausgerichtet, zielt auf eine „kulturelle Identität als DeutscheR“, und schreibt damit die bestehende Trennung zwischen „Deutschen“ und „AusländerInnen“ fort. Einen Ansatz diese Trennung zu überwinden, könnte die Kategorie „StaatsbürgerIn“ bieten, da sie es ermöglicht unterschiedliche kulturelle Hintergründe gleichberechtigt einzubeziehen. Die gemeinschaftliche Grundlage von Kulturarbeit hieße dann entweder Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft oder gemeinsamer Status als StaatsbürgerIn. Ausgangspunkt für die Konzeption einer so verstandenen Kulturarbeit wäre die kontextbezogene und grenzüberschreitende kulturelle Praxis der MigrantInnen.
Abstrakte Großkonzepte wie Integration und Multikulturalismus stellen demgegenüber oft nur rhetorische Figuren dar, die - auch über rassistische Zuschreibungen - die Separierung letzlich bloß verstärken.
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Orginallink:
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Erscheinungszusammenhang:
In: Institut fĂĽr Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hrsg.), Jahrbuch fĂĽr Kulturpolitik 2002/03, Band 3, Thema: Interkultur, Bonn 2003, S. 173-186 Mit freundlicher Genehmigung des Instituts fĂĽr Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft.

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